Fang einer Riesenforelle 2003

Am 19. Mai 2003 waren Arbeiter der Gemeinde Stall mit Kultivierungsarbeiten für den Badebereich am Gössnitz-See beschäftigt. Gegen 16 Uhr hörten sie ein lautes Plantschen im Wasser, so als wäre jemand hineingefallen. Als sie Nachschau hielten, trauten sie ihren Augen nicht. Ein riesiger Fisch attackierte die dort schwimmende Badeinsel und krachte dabei mehrmals an die Kunststoffbohlen. Schwer benommen unterbrach sie ihre Angriffe, um dann wenig später noch einmal eine Attacke zu starten.

Dieser letzte Angriff war für sie von so schweren Folgen, dass sie ihn nicht mehr überlebte.
Georg Fercher, der Bauhofleiter der Gemeinde Stall holte den Riesenfisch dann schließlich mit einem Boot an Land.

Bei diesem Prachtexemplar handelte es sich um eine etwa 16-jährige Bachforelle mit einer Länge von 99 cm, einem Rumpfumfang von 76 cm und einem Gewicht von 18 kg (!!!).

Die Spülung des Magritzenspeichers im Jahre 1995 hatte auch für den Fischbestand im Bereich des Stauraumes in Gössnitz enorme Folgen, so dass Besatzmaßnahmen unbedingt erforderlich waren. Damals wurden ca. 3.000 Seeforellen in den Gössnitz-See eingesetzt. In den letzten Jahren wurden von Fischern schon mehrmals kapitale Forellen gesehen. Die angebotenen Köder aber verschmähten sie wohlweislich, so dass bisher von dieser Fischart keine wesentlichen Fangberichte zu vermelden waren. Fänge von starken Bach- und Regenbogenforellen sind aber nichts seltenes. Unsere anfängliche Vermutung, dass es sich bei dieser Forelle um eine der eingesetzten Seeforellen handelt mussten wir dann später revidieren, da beim Präparieren dieses Exemplars die für die Bachforelle typischen roten Punkte und die hellen Höfe zum Vorschein kamen.

Somit dürfte diese Bachforelle zu den größten bisher geangelten Fischen dieser Spezies zählen und in die Nähe des Weltrekord kommen!

Was nur diese kapitale Bachforelle zu diesen - für sie folgenschweren - Attacken veranlasste wird wohl für immer unergründlich bleiben.

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